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Ritter Pezold von Griesheim zu Gräfinau verkauft an Peter von Erfurt, Mönch zu Paulinzella, und nach dessen Tode an den Konvent daselbst 10 Pfund Pfennige jährliches Zinses zu Gräfinau für 100 Pfund erfurtischer Pfennige.Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Rudolstadt » Paulinzellaer Dokumente » 1 Paulinzella
Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Rudolstadt, Paulinzellaer Dokumente, Nr. 124
Datum von::
26. Apr. 1369
Datum bis::
26. Apr. 1369
Datierung:
?1369 April 26.?
Regest:
Ritter Pezold von Griesheim zu Gräfinau verkauft an Peter von Erfurt, Mönch zu Paulinzella, und nach dessen Tode an den Konvent daselbst 10 Pfund Pfennige jährliches Zinses zu Gräfinau für 100 Pfund erfurtischer Pfennige.
Datumszitat:
Nach gotis geburt drizcehn hundert iar in deme nun unde sechzcigisten iare, an deme nehsten donrestage nach sente Görgen tage, des heylgen ritters.
Transkription Vollregest:
Ich Petzolt van Grizheym zcu Grefenowe gesezzen mit allen minen erben bekenne offelich an diseme geynwertigen brife vor alle den, di en sehn oder horen leesin, daz ich | mit guten willen recht und redelich vorkouft habe deme framen bescheyden herren ern Petere van Erforte, monche in sente Paulinen Zcelle, zcehn phunt genger phenninge | ierliches zcinses an alle deme gute unde erbe des gantzen dorfis zcu Grefenowe, gelegen in dorf und in felde, mit alle deme, daz dar in gehort, waz min ist oder van mir get | erbiclich zcu lehne, unde habe ym den selben gnanten zcins vorkouft umme hundert phunt guter genger Erfortscher phenninge, di er mir nutzlich unde gentzlichen bezcalt hat und vorgolden und ich daz selbe gelt offenlich gewant habe unde gekart in minen nutz unde alle miner erben. Den selben megnanten zcins sullen geben ierlichen mine gebur unde lute zcu Grefenowe gesezzen van minem rechten erbe zcinse glicher wis als mir selber gutlichen alle zcit offe sente Michils tag deme egnanten ern Petere unde nach sine tode deme covente gemeynlich der vorgnanten Zcelle an allez hindernis als zcinses recht ist an allez geferde. Dar zcu wil ich unde mine erben gütlichen dinen unde getruwelichen helfen den selben egnanten zcins deme vorgnanten ern Petere unde deme covente ieclichen in vordere, wo des icht gebreche. Ouch ist gered, daz ich oder mine erben di vorgnanten zcehn phunt geldis sal unde mag widerabekofe zcu welcher zcit uns daz füget umme hundert phunt guter genger Erfortscher phenninge sulche wis: gescheht der widerkouf vor sente Walpurge tag, welchis iares daz ist, so ist der zcins unde gut ledig unde los, geschet er aber dar nach, so sal der zcins, der sich dar nach offe den nehsten sente Michüs tag gebürt, den hundert phunden des widerkofis gentzlichen volgen an allez geferde. Daz alle di vorgeschrebene sache unde artikel van stucken zcu stücken unforbrochlichen stete unde gantz gehalden werden, des habe ich min insigil wizzentlich an disen offen brif gelazen hengen unde zcu eynem warn orkunde dar ubir gegeben. Und wir Gunther und Iohans von gotis gnaden grafen und herren zcu Swartzburg mit allen unsern erben bekennen offelich an diseme geynwertigen offen brife alle der vorgeschreben sache unde ist mit unseme guten willen, geheyze unde vorhenkenisse gentzlichen gescheyn unde haben den vorgnanten zcins deme vorgnanten ern Petere unde deme egnanten covente gemeynlichen van bete wegen des egnanten Petzoldis van Grizheym, siner erben unde irre frunde an deme dickegnanten dorfe geburn unde gute williclich geeygent nach alle den artikiln koufis unde widerkoufis, als hi vor in diseme selben offen brife beschreben stet, und haben des zcu eynem warn bekentenisse unde sicherheyt unsere insigele wizzentlich zu vort an disen offen brif gelazen hengen unde dar ubir gegeben.
Siegel:
Von den drei angeh. kleinen runden Siegeln zeigen das erste und das zweite eine Helmzier mit Löwen, das dritte einen dreieckigen Schild mit wagerechtem Querbalken. Von den Umschriften sind nur noch einzelne Buchstaben zu erkennen.
Überlieferungsform:
Ausfertigung
Dorsualvermerk:
Dyt ez Peczoldis von Grysheyms bryf | über hundirt phunt phenge zcu dem altare hern Petirs | in Greuenhowe.
Beschreibstoff:
Pergament
Edition/Literatur:
UB Paulinzelle Nr. 258 (dort weitere, frühere Editionen aufgeführt).
weitere Exemplare:
Hessesche Collectaneen A VIII 7a Nr. 16 Bd. 2, Nr. 269.