Diese Webseite verwendet Cookies (Webanalysedienst: Matomo, sowie Sessioncookies). Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Cookies einverstanden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Datenschutz.
Bettelstab und Lorbeerbaum oder Zwanzig Jahre nach dem Tode
Gattung laut Quelle:
Nachspiel
Theaterzettelkopf:
Bettelstab und Lorbeerbaum oder Zwanzig Jahre nach dem Tode / Nachspiel in einem Aufzug.
Datum:
Samstag, 19. Dez. 1857
Datum (zeitliche Klassifikation):
1855-1860
Aufführungsort:
Weimar, Hoftheater
Reihenfolge:
2
Aktanzahl (laut Quelle):
1
Rezension:
Weimarer Zeitung, Nr. 301, 25.12.1857, S. 1215: „Nicht ohne gewisses Widerstreben berichten wir über die dritte Gastvorstellung des Hrn. Emil Devrient. Denn, wie sehr wir auch darin dessen außerordentliches Talent zu bewundern Gelegenheit hatten, so ward doch unsere Freude daran wesentlich geschmälert durch das Bedauern, daß ein solches Talent auf eine solche Rolle verwendet – wir möchten lieber sagen: verschwendet – worden sei, eine Rolle, die, wie das ganze Stück, so voller Unnatur und innerer Widersprüche, so schwächlich und jedes tieferen Interesses bar ist, daß auch das größte Talent, auch die Kunst eines Devrient nicht im Stande ist, solche schreiende Mängel zu überdecken und vergessen zu machen. Einer eingehenderen Begründung dieses Urtheils über „Lorbeerbaum und Bettelstab“ – eines Urtheils, das wir trotz des vielfach, und mit Recht hochgehaltenen Namen Holtei’s und trotzdem, daß das besagte Stück öfters von bedeutenden Künstlern, zu Gastrollen benutzt wird, dennoch nicht zu unterdrücken vermögen – glauben wir uns hier überhoben halten zu dürfen, da, so viel wir wahrnehmen konnten, der gesunde Sinn des Weimarischen Publikums dieser Auffassung des Stückes vollständig beistimmt: wenigstens haben wir, obschon das Theater, in Erwartung der Kunstleistung des gefeierten Gastes, ziemlich voll, um Vieles voller, als beim „Hamlet,“ war, doch während und nach der Vorstellung keine andern, als Stimmen der Mißbilligung und Enttäuschung über das Stück selbst vernommen.“