Diese Webseite verwendet Cookies (Webanalysedienst: Matomo, sowie Sessioncookies). Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Cookies einverstanden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Datenschutz.
Vorher: / Sie ist wahnsinnig / Schauspiel in zwei Aufzügen nach dem Französischen des Melesville von Angely [sic].
Datum:
Samstag, 26. Feb. 1859
Datum (zeitliche Klassifikation):
1855-1860
Aufführungsort:
Weimar, Hoftheater
Reihenfolge:
1
Aktanzahl (laut Quelle):
2
Rezension:
Weimarer Zeitung, Nr. 60, 12.03.1859, S. 239: „Das […] Stück läßt vom ästhetischen Gesichtspunkte aus manche Bedenken zu, aber es giebt den Darstellern Gelegenheit zu vielseitiger Entfaltung mimischer Talente. Und diese Gelegenheit ward im vorl. Falle in sehr anerkennenswerther Weise benutzt. Namentlich Herr Grans zeigte sich in den schwierigen Wansinnsscenen ganz tüchtig, er wußte sie in ergreifend und doch nicht – was so leicht geschieht – widerwärtig peinigender Weise darzustellen. Ihm stand würdig zur Seite, als unglückliche, verkannte und beargwöhnte Gattin des Wahnsinnigen, Frl. Daun. Herr Kaibel spielte den befreundeten Arzt mit ansprechender Wärme und Biederkeit, und Frl. Röckel, als verliebte junge Nichte, mit ihrem Herzensgeheimniß, das Niemand hören will, war von allerliebster Naivetät.“
Es ist zu vermuten, dass es sich bei der hier gespielten Variante nicht um Louis Angelys, sondern um Louis Schneiders Übersetzung handelt, da auf dem Theaterzettel dieselbe Personenkonstellation angegeben ist wie in der in Boths Bühnen-Repertoir des Auslandes. Bd. 9. Berlin 1839. 1177-1197. Cod.theatr. 2024: Rollenhefte, erschienenen Übersetzung von Louis Schneider. Bis einschließlich 1840 spielte man das Stück in Weimar unter dem Titel "Wahn und Wahnsinn", als Übersetzer wird Angely angegeben, aber auch da ist Schneider als Übersetzer anzunehmen, denn die Personenkonstellation ist dieselbe. Auf den Theaterzetteln der Aufführungen von 1871-1886, die dieselbe Personenkonstellation aufweisen wie die Theaterzettel der Aufführungen der vorhergehenden Jahre, ist hingegen - mit einer Ausnahme am 28.11.1872 (da ist wieder Angely vermerkt) - Schneider als Übersetzer angegeben. Ein Theaterzettel des Hoftheaters München vom 19.10.1858 - dort trägt die Übersetzung den Titel "Die Wahnsinnige" -, der ebenfalls dieselbe Personenkonstellation aufweist, nennt sowohl Angely als auch Schneider als Übersetzer.