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Weimar. / Großherzogl. Hof-Theater. / Sonnabend den 15. Oktober 1864. / 18te Vorstellung im Jahres=Abonnement. / Zum ersten Male: / Friedrich der Zweite von Hohenstaufen / Historische Tragödie in fünf Aufzügen von J. G. Fischer, mit Musik von J. J. Abert.
Datum:
Samstag, 15. Okt. 1864
Datum (zeitliche Klassifikation):
1860-1865
Aufführungsort:
Weimar, Hoftheater
Reihenfolge:
1
Aktanzahl (laut Quelle):
5
Auff.-Stat.:
Erstaufführung
mit Schauspielmusik/Einlage:
ja
Rezension:
Weimarische Zeitung, Nr. 250, 25.10.1864, S. 1ff.: „J. G. Fischers Historische Tragödie ‚Friedrich II. von Hohenstaufen‘ kam […] auf der hiesigen Hofbühne zur Aufführung, nachdem vor wenigen Tagen die erste Vorstellung dieses Werkes des in seinem engeren Vaterlande Würtemberg wie in ganz Deutschland geschätzten Dichters auf dem Stuttgarter Hoftheater stattgehabt, und die wärmste Aufnahme Seitens des dortigen Publikums gefunden hatte. Der Erfolg, den die erste Aufführung hier erzielte, war kaum geringer: das Publikum erfreute sich innig an der schönen, schwungvollen Sprache und folgte mit lebhaftem und steigendem Interesse der Handlung des Stückes, der Entwickelung der Charaktere […]. […] Was die Darsteller betrifft, so verdient Herr Lehfeld vollständige Anerkennung in seinen Leistungen als Friedrich II., den er in der That in der ritterlichen Hoheit und warmen Menschlichkeit darstellte, die man sich gerne als die besondere Eigenthümlichkeit grade dieses Kaisers denkt […]. Herr Milde, Pietro de Vineis, ließ in seinem gehaltenen Spiele den Charakter des Kanzlers nicht vollständig hervortreten […]. […] Vor diesen beiden Rollen treten die anderen Darsteller wesentlich zurück, doch waren sowohl Herr Podolsky als Kardinal Cappoccio, ebenso Herr Dahn als Manfred und Fräulein Bußler als Heliodora sehr tüchtig. Die Inszenirung war, wie dies stets an unsrer Bühne der Fall, vortrefflich und bis in die Details sehr sorgfältig, so namentlich auch in der Szene des Konzil. Wir bemerken übrigens hierbei, daß diese, die unter dem Publikum namentlich wegen des auf der Bühne angestimmten Te Deums einiges Aufsehen erregte, durchaus der historischen Ueberlieferung entspricht.“